Am 08. und 09. Dezember 2025 fand das letzte Arbeitstreffen des ifaa‑Arbeitskreises (Institut für angewandte Arbeitswissenschaft) im Jahr 2025 statt. In diesem Jahr durfte die Hochschule Mittweida als Gastgeber auftreten und ergänzte das Treffen um spannende Einblicke: Neben einem Besuch bei der Firma IMM electronics GmbH Mittweida standen auch Besichtigungen bei den Unternehmen voestalpine Wire Germany GmbH und HQM Tubes GmbH sowie beim Netzwerkpartner GVFB in Finsterwalde auf dem Programm.

13 Teilnehmende aus ganz Deutschland folgten der Einladung und trafen sich nach einem kurzen Get‑together bei IMM electronics GmbH Mittweida. Dort stand eine Firmenbesichtigung rund um die Herstellung elektronischer Bauteile, insbesondere für die Unterhaltungsindustrie, auf dem Programm. Neben spannenden Einblicken in die automatisierte Leiterplattenfertigung erhielten die Teilnehmenden auch einen Eindruck von den zahlreichen essenziellen manuellen Tätigkeiten, die bei Spezialaufträgen, Kontrollschritten oder Ausbesserungen an Leiterplatten notwendig sind.

ifaa-Arbeitskreis zu Gast an der Hochschule Mittweida

Im Anschluss kehrte die Gruppe an die Hochschule Mittweida zurück. Nach einer kurzen Einführung in das PAL‑Projekt folgte die Besichtigung der Living Labs „Hybride Arbeitssysteme“ – darunter die Trainingsfabrik 4.0, das Schweißlabor und das Robotiklabor – welches einen intensiven fachlichen Austausch förderte. Hier bot sich Gelegenheit für einen intensiven fachlichen Austausch. Am Abend des ersten Tages bot sich im Hotel die Gelegenheit, den Tag gemeinsam auszuwerten und Gespräche über mögliche zukünftige Kooperationen zu führen.

Am zweiten Tag trafen sich alle Teilnehmenden beim Netzwerkpartner GVFB, wo ein kleines Get‑together mit der Geschäftsführung Gabi Witschorke und dem Mitarbeiter des PAL‑Projekts, Jörg Engelmann, den Auftakt bildete. Anschließend ging es zur Firma voestalpine Wire Germany GmbH. Dort erhielten die Gäste neben einer anschaulichen Unternehmenspräsentation auch Einblicke in aktuelle Herausforderungen des Stahlproduzenten und erste durch das PAL‑Projekt angestoßene Verbesserungen innerhalb des Betriebs. Besonders hervorgehoben wurden der partizipative Prozess und die aktive Einbindung der Mitarbeitenden in die Lösungsentwicklung und -implementierung von datenbasierten Assistenzsystemen. Der daran anknüpfende Austausch über die Projektergebnisse führte dazu, dass die geplante Produktionsbesichtigung mit Besuch im Prüflabor leider verkürzt werden musste.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause, die erneut Raum für die Auseinandersetzung mit digitaler Transformation in der Industrie, Prozessoptimierung in der Produktion, menschzentrierter Arbeitsgestaltung und dem Strukturwandel in der Lausitz bot, folgte die Firmenpräsentation bei der Massener HQM Tubes GmbH, die ebenfalls bei GVFB stattfand. Im Anschluss daran ging es in die Produktionsstätte von HQM, wo die Herstellung von Bremsdruckleitungen hautnah miterlebt werden konnte. Auch hier wurde Bezug zu den Erkenntnissen aus dem PAL‑Projekt hergestellt und aufgezeigt, wie diese bereits genutzt werden.

An dieser Stelle danken wir Tim Jeske für die Möglichkeit, die Ausgestaltung des ifaa‑Arbeitskreises aktiv mitzugestalten. Unser Dank gilt ebenso René Kappel (IMM electronics GmbH Mittweida), Diego Alex (voestalpine Wire Germany GmbH), Steffen Siebert (HQM Tubes GmbH) sowie den PAL‑Mitarbeitenden der TU Dresden und der Hochschule Mittweida und den Netzwerkpartnern für ihr proaktives Mitwirken bei diesem Veranstaltungsformat.

Foto: Sarah Gruß

Autoren / Autorinnen

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für innovative Arbeitsplanung und Arbeitswissenschaft (InnArbeit) an der Hochschule Mittweida; Betreuung betrieblicher Schwerpunktprojekte im PAL-Projekt

  • Projektmitarbeiter beim GVFB e. V. Elsterwerda; Transfer und Öffentlichkeitsarbeit im PAL-Projekt

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