Die Trumpf Sachsen GmbH ist ein erfolgreiches Lausitzer Unternehmen. Die Offenheit für Innovationen ist hierbei ein wichtiger Faktor, den das Neukircher Unternehmen als Partner in das Kompetenzzentrum PerspektiveArbeit Lausitz (PAL) einbringt. Wir stellen das wachsende Unternehmen kurz vor.

Die Trumpf Sachsen GmbH bietet als globaler Spezialist für Automatisierungslösungen individuelle und standardisierte Systeme für Blechprofis im Bereich Laser-, Stanz- und Kombibearbeitung. Die Produktvielfalt reicht von Einzelautomatisierungen bis zu kompletten Systemen (Smart Factory), die durch zahlreiche Service- und Schulungsangebote ergänzt werden.

„Wir entdecken immer noch jeden Tag etwas Neues!“

(Andreas Hultsch, Projektleiter Trumpf Sachsen GmbH)

Das Erfolgsrezept des Unternehmens, dessen Muttergesellschaft im baden-württembergischen Ditzingen sitzt, ist die Offenheit für innovative Lösungen in der Produktion. Entsprechend sind Forschung und Entwicklung von hoher Bedeutung, um Kunden mit individuellen Lösungen überzeugen zu können. Dies ist auch ein Grund, warum sich das Unternehmen im Kompetenzzentrum PerspektiveArbeit Lausitz engagiert.

Davon konnten sich auch die Wissenschaftler der vier Hochschulen bei einer Besichtigung am 6.7.2022 überzeugen. Unter kundiger Führung von Projektleiter Andreas Hultsch konnten beim Rundgang in den modernen Produktionshallen wertvolle Impulse für die nächsten Projektschritte gewonnen werden. „Wir entdecken immer noch jeden Tag etwas Neues“ erklärte Andreas Hultsch bei der Vorstellung einer automatisierten Produktionsmaschine.

Andreas Hultsch zeigt den Wissenschaftlern von PAL die Produktionsanlagen

Das Unternehmen erweitert damit die langjährigen Forschungskooperationen mit der Technischen Universität Dresden (TUD) sowie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Dass das Konzept gut aufgeht, bestätigt die stabile Unternehmensleistung trotz der Pandemie-bedingten Herausforderungen der vergangenen Jahre. Die neuen digitalen Lösungen für Unternehmen und Mitarbeitende nutzbar zu machen, stärkt die Zukunftsfähigkeit der Region nachhaltig.

Fakten zur Trumpf Sachsen GmbH
Tochterunternehmen Trumpf-Gruppe
Standort: Neukirch/Lausitz, Sachsen
Mitarbeitende: über 450 sowie
25 Auszubildende
Jahresumsatz GJ20/21: 127 Mio. EUR

Ziele in PAL

Gemeinsam mit den Wissenschaftlern in PAL soll der Nutzen digitalgestützter Assistenzsysteme bis hin zu KI für die Produktion und den Service erprobt werden. Beispielsweise könnte die Arbeit in der Produktion durch eine digitale Assistenz vor Ort erleichtert werden, die das Suchen von Arbeitsanweisungen vereinfacht. Diese Vorteile kommen Mitarbeitenden wie Kunden gleichermaßen zugute, da die Nutzung und Integration der Maschine in die betrieblichen Abläufe des Kunden somit noch schneller gelingt.

Weitere Ziele:

  • Entwicklung von Werkzeugen zur Aufnahme und Digitalisierung von Mitarbeiterwissen
  • Möglichkeiten zur Vereinfachung der Variantenvielfalt in der Produktion durch Modularisierung
  • Unterstützung von Remote-Bedienprozessen

Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes werden dabei ebenso in die Bewertung einbezogen wie die Weiterbildung von Mitarbeitenden aufgrund neu entstandener Berufsbilder. Partnerschaftlich werden diese Ziele mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in PAL umgesetzt, um auch weiterhin als Vorreiter am Markt für smarte Produktionstechnik agieren zu können.

Dass die Trumpf Sachsen GmbH dabei mit gutem Beispiel vorangeht, zeigen die Mitarbeitenden und Nachwuchskräfte im Unternehmen. In den Produktionshallen wird an vielen Stellen in Nestfertigung gearbeitet, d.h. Mitarbeitende setzen die Kundenwünsche in kleinen eigenverantwortlichen Teams um und werden regelmäßig fortgebildet. Auszubildende realisieren eigene Projekte in der Azubi-Werkstatt, einem Experimentierraum für die Fachkräfte von morgen.

Trumpf in der Region

Die Wurzeln der Trumpf Sachsen GmbH in der Oberlausitz werden aber auch außerhalb der Produktionshallen sichtbar. So werden neben den Technikwochen für Kinder von Mitarbeitenden auch die Zusammenarbeit mit Schulen, Verbänden und Behindertenwerkstätten in der Region gepflegt. Und so schließt Herr Hultsch den Rundgang mit den stolzen Worten zu seiner Lausitz: „Es lässt sich hier schön leben!“.

Andreas Hultsch im Gespräch mit Dr. Ulrike Pietrzyk von der TU Dresden

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