Am 1. und 2. Dezember 2025 trafen sich Netzwerkende aus verschiedenen deutschen Strukturwandelregionen in Berlin auf Einladung von INQA (siehe Info-Box) zu einem Austausch. Auch PAL war beim Netzwerktreffen „Wandel verbindet“ dabei.

In den Gruppendiskussionen am ersten Tag und auch beim Austausch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) an Tag 2 lag der Fokus auf den Herausforderungen der Fachkräftesicherung in den von Transformationsprozessen betroffenen Regionen. Prognosen zeigen, dass der Fachkräftebedarf in Deutschland bis 2029 deutlich steigen wird, trotz Arbeitsplatzabbau in einigen Branchen.

Deutlich wurde, dass viele Unternehmen, insb. KMU, kaum Zeit und Ressourcen für strategische Personalentwicklung haben. Eine mittel- bis langfristige Weiterbildungsstrategie ist dementsprechend in den wenigsten Unternehmen vorhanden, gleichzeitig spielt diese im Kontext Lebenslanges Lernen und Kompetenzerweiterung eine enorm wichtige Rolle. Diskutiert wurde auch, dass es oftmals nicht an Angeboten fehlt, sondern an Zeit, sich über diese zu informieren. Impulse aus Politik und Praxis unterstrichen die Dringlichkeit des Handelns. Netzwerke können hierbei ein wichtiger Partner sein und als Lotsen und Matchmaker eine Schlüsselrolle übernehmen.

Zu Gast beim BMAS: Netzwerkende aus Strukturwandelregionen
Zu Gast beim BMAS: Netzwerkende aus Strukturwandelregionen
Zu Gast beim BMAS: Netzwerkende aus Strukturwandelregionen
Netzwerkenden-Austausch im Haus des deutschen Handwerks
Die Rolle von Netzwerken in Transformationsprozessen

Diskutiert wurde beim Netzwerktreffen auch über Fragen der langfristigen Stabilität von Netzwerkstrukturen in unterschiedlich großen Regionen. Dabei wurde betont, dass Vertrauen und gute Beziehungen die Grundlage für erfolgreiche Netzwerkarbeit bilden. Ebenso wichtig ist es, den Mehrwert für Mitglieder sichtbar zu machen, um deren Aktivierung und Bindung zu fördern. Netzwerke müssen Transparenz schaffen, ihr Profil schärfen und Angebote bündeln, um Unternehmen passgenaue Lösungen anzubieten. Auch die Finanzierung bleibt eine zentrale Herausforderung – von Mitgliedsbeiträgen über Serviceangebote bis hin zu geförderten Projekten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle von Netzwerken als Innovationstreiber. Sie bündeln Wissen, schaffen Räume für Austausch und fungieren als wichtige Mittler zwischen Verwaltung, Unternehmen und Branchen. Gerade in Transformationsregionen ist Vernetzung ein entscheidender Moment, um den Wandel aktiv zu gestalten.

Das Treffen zeigte: Netzwerke sind Schlüsselakteure für die Bewältigung des Strukturwandels. Sie können Innovationen vorantreiben, Unternehmen begleiten und dabei unterstützen, Weiterbildung als strategisches Element zu verankern.

Info-Box: INQA – Zukunft der Arbeit im Fokus

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, eine zukunftsorientierte Arbeitskultur zu entwickeln, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Mit praxisnahen Informationen, Beratungsangeboten, Selbstchecks, Vernetzungsmöglichkeiten und Projektförderungen hilft INQA Unternehmen und Beschäftigten, sich für die Herausforderungen von morgen aufzustellen.

INQA-Materialien für KMU

Fachkräfte sichern – Empfehlungen für die betriebliche Praxis – INQA.de

KI-Kompass für KMU – INQA.de

KI-Einsatz im Betrieb – INQA.de

Schichtarbeit gut gestalten – Handlungshilfe – INQA.de

Transformationskompass 2025: Herausforderungen und Chancen für Unternehmen in Deutschland – Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Fotos: Katrin Meusinger

Autor / Autorin

  • Leiterin des Fachbereichs People & Skills des Branchen-Netzwerks Silicon Saxony e.V.; Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit im PAL-Projekt

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